Von den frühesten Worterklärungen in hebräischen Bibelkommentaren bis zum Durchbruch des Buchdrucks im 16. Jahrhundert entfaltet dieser auf einer Ausstellung in Trier und Erfurt basierende Katalog die facettenreiche Geschichte der jiddischen Sprache und Kultur vom europäischen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Das Jiddische spiegelt dabei die Vielfalt und Resilienz jüdischer Lebenswelten wider.
Gemeinsam mit dem Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden dokumentiert der vorliegende Band zugleich 55 Jahre jiddistische Forschung an der Universität Trier und präsentiert ein breites Spektrum seltener, teils erst jüngst entdeckter Schriftzeugnisse: frühe Glossen und Sprachzeugnisse, Rechtstexte und Briefkultur, narrative Texte und Dichtung sowie Wissenschaft und Technik. Darüber hinaus beleuchtet er jiddische Spuren im heutigen Deutschen (Jiddismen) ebenso wie moderne digitale Lernwege.
Vollständige Titelangabe:
Fabian Heyduck, Andreas Lehnertz und Simon Neuberg: Jiddisch. Von den Anfängen bis zum Buchdruck. Aus 55 Jahren Forschung zum Jiddischen in Trier. Ausstellung in der Bibliothek der Universität Trier, September/Oktober 2025, zusammen mit dem Bericht des Arye Maimon-Instituts über die Jahre 2024–2026 (Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden, Studien und Texte, hrsg. von Lukas Clemens, Christoph Cluse, Stephan Laux und Andreas Lehnertz, Bd. 12), Trier: Verlag für Geschichte & Kultur 2026, ISBN: 978–3–945768–58–7, Preis: 21,90 €.

